May 052014
 

Der Abend im Raum für Kunst mit der Filmreihe „Tänzerporträts“ war wirklich schön. Es wurden 4 Filme gezeigt, die jeweils Tänzer vorstellen.
Im ersten Film „Sydney an der Wupper“ hat man vor allem viel von Wuppertal in den 80er Jahren gesehen, was für mich ziemlich spannend war, weil ich Wuppertal zu der Zeit nicht kenne. Und obwohl in dem Film nicht viel gesprochen wurde, muss ich sagen, dass der Film witzig, ergreifend und schön zugleich war – besonders wenn getanzt wurde, beispielsweise an einer Schwebebahnstation oder auf den Straßen Wuppertals.
Der zweite Film „Ein unheimlich starker Tänzer“ über Jan Minarik war für mich sehr… bewegend und ermutigend. Der Tänzer hat viel über seinen Lebensweg erzählt und darüber, wie er zum Tanzen gekommen ist, auch dass er Depressionen hatte. Das fand ich sehr berührend und es war schön zu sehen, dass er sich durch das Tanzen im Tanztheater schließlich finden konnte.
„Lutz Förster: Porträt eines Tänzers“ ist der Name des dritten Films. Viele Aufnahmen zeigten die Arbeit in der Folkwang Hochschule in Essen. Ich fand es wirklich interessant mal in eine Tanzstunde hineinblicken zu können. Die Arbeit mit den Tanzschülern hat mich an den Workshop mit Clémentine Deluy, an dem ich teilgenommen habe, erinnert und ich konnte viele Parallelen entdecken. Das war für mich persönlich schön zu sehen.
Auch der vierte und letzte Film „Dominique Mercy tanzt Pina Bausch“ war sehr emotional und ehrlich. Dominique Mercy zeigt in dem Film den Entstehungsprozess eines Stückes. Neu für mich war die Information, dass erst der Tanz entsteht und dann die passende Musik dazu ausgewählt wird. Der Film zeigt auch, dass Dominique Mercy und Pina Bausch eng befreundet waren und Pina Bausch erzählt in einem Interview, dass sie sich sehr Nahe stünden und er für sie eine Inspiration und Motivation sei. Außerdem war es sehr schön ein paar Ausschnitte aus Uraufführungen zu sehen, in denen auch Pina Bausch mitgetanzt hat.
Alles in allem war es ein schöner Abend mit tollen Filmen, die viele Einblicke in die Arbeit des Tanztheaters ermöglicht haben!

02.05.2014, JP, Schülerin der Pina-Bausch Gesamtschule

May 052014
 

Ich kannte weder die Olga, noch war ich bei einem anderen Pina40-Film. Ich war vorher lediglich bei einigen Tanzvorstellungen gewesen, sodass der Besuch dieser Veranstaltung völliges Neuland für mich war.
Trotzdem hatte ich eine ganz genaue Vorstellung davon, was mich erwarten könnte: typische Porträts, in denen der/die Tänzer(in) steckbriefartig präsentiert wird, wahrscheinlich eine Art kleines Kino mit vielen Zuschauern.
Wie sich ziemlich früh, eigentlich sogar schon direkt beim Eintreten in die Olga, gezeigt hat, lag ich mit dieser Vermutung völlig falsch. Was mich wirklich erwartete, waren vier Porträts, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Bei dem ersten stellte ich mir sogar anfangs die Frage, ob das wirklich der richtige Film sei und wenn ja, was dann daran ein Porträt sei. Ziemlich schnell wurde jedoch mein Interesse geweckt und es war vor allem dieses Zusammenspiel von den vier Porträts, die wie Kontraste wirkten, mit ihren vier gänzlich unterschiedlichen Protagonisten, das die Filmreihe zu einem wahren Erlebnis gemacht hat.
Dazu kamen die rustikale, jedoch trotzdem gemütliche Atmosphäre der Olga und die Tatsache, dass dieses Erlebnis nur ungefähr 30 Menschen mit mir teilten. Das machte die Vorstellung noch viel intimer und intensiver. Ein schöner Abend!

02.05.2014, AW, Schülerin der Pina-Bausch-Gesamtschule Vohwinkel

May 052014
 

Es war dunkel, bevor die Musik erklang und ein Scheinwerfer das Frühlingsopfer erhellte.
Die Musik war beindruckend intensiv und untermalte die szenischen Darstellungen.
Die Tänzer brachten durch die Intensität der Darstellung ihre innere Passion zum Ausdruck. Unterstützt wurde  diese Darstellung durch die Gestaltung der Bühne, in diesem Falle ein Boden aus geruchsintensivem Torf.
Das Zusammenspiel von Darstellung und dramatischer Musik fesselte mich und ließ mich in meinen Gedanken und Emotionen heftig reagieren.
Der Wechsel zwischen Harmonie und Disharmonie der Musik hielt den Spannungsbogen absolut aufrecht. Das rote Kleid stand als Symbol für das Opfer, wobei die Frau das Symbol für Wachsen und Werden ist. Zusammen drücken sie den natürlichen Verlauf des Lebens aus.
Das abrupte Ende war dramatisch und eindrucksvoll und überließ jedem Besucher die  individuelle Interpretation selbst.

Ich empfehle jedem diese Stück, aber auch die anderen Stücke von Pina Bausch zu sehen, denn es ist nicht nur eine Tanzaufführung mit Musik, sondern ein einmaliges Erlebnis.

01.05.2014, AP, Schüler der Pina-Bausch-Gesamtschule

May 052014
 

Palermo Palermo
„Wer keine Träume hat, hört auf zu leben.“ Spricht der Oberbürgermeister an dem Abend. Unverständnis, Ablehnung und Befremdung quält das Theater, doch entwickelt es sich zu einem Wunder. Pina lässt sich nicht erdrücken. Die Aufrechterhaltung war schwierig, jedoch blickt die Welt auf, als die Tänzer Bewegungen zum Ausdruck der Sprache werden lassen.

Aus Ballett und Tanz wird eine Kulturaussage, die die Situation Palermos wiedergibt.

Zu Beginn fällt eine dicke Mauer um und mich erfasst das Schrecken. Ich sehe bald schon tanzende Gestalten, die Unsicherheit und Verzweiflung ausdrücken. Schreie einer Frau, die nach Zuneigung ihres Geliebten verlangen, die Suche nach Nähe.

Es verbirgt sich ein Rätsel. Denn was auf der Bühne geschieht, sind Gefühle, die in Tanz umgewandelt werden. Diese Tänzer bewegt etwas. Menschen, die nicht mehr weiter wissen, die im Moment ratlos sind.

Doch es wird anders. Laute Knalle und italienische Gesänge beginnen nun eine neue Atmosphäre zu erschaffen. Aus Verstörtheit und Aggressivität wird Liebe und Zuneigung. Doch zärtliche Berührungen fallen kaum auf, da sie unterbrochen werden.

Erneut überkommt Palermo eine neue Stimmung. Als sei das Leben aus den Fugen geraten. Alles geschieht Hals über Kopf, Gefühle bleiben unausgesprochen oder werden nicht erwidert.

Mithilfe verschiedener Sprachen streben die Menschen nach dem Anderssein. Nach dem, so zu sein, wie sie schon immer sein wollen. Nur ist es, als wissen sie gar nicht wie sie sein wollen, denn auch Unschlüssigkeit prägt ihr Verhalten.

Ziel ist es zu interpretieren. Das von den Tänzern Gegebene in Gedanken umzusetzen. Nachzuempfinden, was sie ausdrücken möchten.

Mit Humor verkleiden sich Menschen zu etwas, was sie selber amüsiert, das bringt Witz. Auch das Publikum wird mit in das Theaterstück einbezogen.

Es ist besonders auf den Gesichtsausdruck und die Bewegungen zu achten, weil diese ihre individuelle Geschichte erzählen.

Stücke von Pina Bausch betonen die Körpersprache sehr. Auf unerklärliche Weise, weil sie ausdrückt, was in den Darstellern vorgeht.

Auch wenn nicht viel gesprochen wird, ist klar, wie sich die Menschen gefühlt haben.

05.09.2013 VKom, Schülerin der Pina Bausch Gesamtschule

May 052014
 

Die sieben Todsünden des Menschen
Das Theaterstück „Die sieben Todsünden“ von Pina Bausch handelt von den Hauptlastern des Menschen, die ihm das Leben schwer machen. Dieses Stück wird beim sogenannten Filmmarathon gezeigt und stammt aus dem Jahre 1976. Die Filmaufnahmen aus dem Jahre 1976 zeigen die Uraufführungen dieses Werkes von Pina Bausch.

Hochmut, Geiz, Ausschweifung, Neid, Zorn und Maßlosigkeit sind verlockende Reize für das menschliche Wesen. Jedoch können ihm diese zum Verhängnis werden, wenn er nicht mehr Herr über sich selbst ist.

Im Stück zeigt sich ein junges Mädchen, beschämt und unreif. Sie wird gelehrt zu tun, was die Gesellschaft von ihr möchte. Anfangs sträubt sie sich. Sie weigert sich, sich hinzugeben und zu tun, was alle tun. So ist sie ständig auf der Hut.

Männer umzingeln sie. Andere Frauen zeigen sich ihnen, sie werden behandelt wie Beute. Die Männer wollen aber das junge Mädchen. Anscheinend gefällt ihnen diese Unschlüssigkeit des Mädchens. Doch sie wehrt sich. Irgendwann scheint es so, als habe sie sich überreden lassen,. Doch als sie bereit ist für den Mann da zu sein, zeigt er ihr die Schulter und geht.

Sie kann sich nicht mehr halten und rennt reden Mann hinterher.

Nun ist sie von der Habgier besessen und bald wird sie müde.

Gesänge begleiten das Geschehen die ganze Zeit und dramatisieren Höhepunkte. Schnelle Tänze und Gesänge unterstützen die Atmosphäre.

Andere Frauen werden zum Mittelpunkt. Sie erzählen alle ihre Geschichten und veröffentlichen ihren Zorn. Schreien, stampfen und sind eifersüchtig auf einander. Neid und Hass ist zu sehen. Hass auf verlogene Liebe, Neid auf andere Frauen und es ist schwer das Verhalten zu bekämpfen.

Hochmut und zu viel Selbstvertrauen prägen das Verhalten der Künstler. Sie legen sich gegenseitig auf die Waage und haben den Fokus auf die falschen Dinge gesetzt. Doch genau dieses Verhalten unterstützt die Gesellschaft. Auch das Mädchen hat es geschafft sich zu fügen. Doch sie folgt immer noch ihrem Willen. Sie rutscht aus und fühlt sich nicht immer geborgen, doch versucht sie ihrem Inneren zu folgen.

Das ist die Botschaft des Stückes. Trotz Unterdrückung und Versuchungen dem Inneren zu folgen, nicht die Augen zu verschließen und einfach mitzugehen.

07.09.2013 VKom, Schülerin der Pina Bausch Gesamtschule

Nov 292013
 

Ich hatte keine genauen Vorstellungen oder Erwartungen mit denen ich in die Gesprächsbegegnung gegangen bin.
Als ich dann aber aus dem Opernhaus rausgegangen bin, empfand ich schon Vorfreude auf das Stück am nächsten Tag.
Nun… ich saß in einem Vorraum des Opernhauses. Es war ruhig… und es schien warmes Licht vom großen Kronleuchter auf mich und die anderen Begeisterten nieder.
Als Dr. Mark Wagenbach die Gesprächsrunde eröffnete, wurde die Rekonstruktion der dreiteiligen Aufführung von 1975, mit Studenten aus Essen und New York, zum großen Thema.
Mit Aussagen wie:
„Pina glaubte an mich“, „Pina`s Arbeiten sind gespeichert in deinem Körper“, „Es machte alles Sinn“, „Einatmen in das tote Stück“, „Ich will Menschen spüren die tanzen können… keine Tänzer!“ und „Remember Pina, von vor 40 Jahren!“, berührten mich die drei ehemaligen Tänzer (die Ersten) von Pina Bausch.
Ich wurde in meinen Stuhl gepresst mit diesen Worten.
Es war alles so ehrlich.

MU, Schülerin der Gesamtschule Vohwinkel

Nov 292013
 

 Hat mich total umgehauen- Bin den ganzen Rest des Tages mit dem Thema Liebe-Wahrheit durch die Gegend geschwebt- und habe auch noch Pina Bausch auf der Kinoleinwand dabei gesehen. Der Film hat gut getan;))

JP, Schülerin der Gesamtschule Vohwinkel

Nov 292013
 

 

Ein völliges auf und ab der Gefühle. Freudig, traurig, ergriffen, bewegt, intim ,stolz, glücklich – und am Ende des Abends völlig erfüllt. Es ist unglaublich was dort auf die Beine gestellt wurde und ich wusste absolut nicht was ich erwarten sollte. Wenn ich jetzt darüber nach denke, war es auch besser so. Die Überraschung war umso größer und ich könnte schon wieder aufstehen und applaudieren. 

Ich kann mich nur bedanken, bei den Menschen die solche Ereignisse, möglich und zugänglich machen. Und vor allem bei den Tänzern die so viel von sich geben und präsentieren nur um uns zu erreichen.

KN, Schüler der Gesamtschule Vohwinkel

Als Keziah und ich im Opernhaus ankamen, war dieses prallgefüllt mit Menschen. Wir konnten es kaum erwarten, Safet aus der ersten Reihe zu bestaunen. Safet… der Junge der uns zu verstehen gegeben hat … wer Pina war … was Pina wollte und wie sie dabei vorgegangen ist. Durch seine Geschichte hat er uns begeistert und jetzt steht er da oben und lebt seinen Traum. Allein schon das hat mich tief berührt.
Alle drei Stücke waren besonders … Aber Sacre (Frühlingsopfer) hat mir buchstäblich den Atem geraubt.
Ich musste meine Tränen zurückhalten … es war einfach unglaublich. Ich kann meine Gefühle, die ich zu diesem Zeitpunkt hatte, nicht beschreiben … es war so ein Durcheinander … ein Hin und Her zwischen: „Wow … das war so wunderschön!“ und: „Oh mein Gott, wie verdammt traurig!“.
Was ich persönlich an den Stücken von Pina Bausch so liebe ist die Ehrlichkeit und die Geschichten dahinter. Es wird kaum bis gar nicht geredet und man kann sich seinen eigenen Teil dazu denken. Und genau diese Gedanken gehören auch nur DIR!! Nichts ist richtig oder falsch.
Nur ehrlich!

MU, Schülerin der Gesamtschule Vohwinkel

 

Nov 182013
 

 

Also die Filme waren äußerst berührend, man konnte sich vor allen bei hable con ella eine gewisse Verbundenheit mit den Personen finden. Hier konnte man am Anfang eine Tanzszene von Pina Bausch sehen – einzigartig- aber eigentlich war es nicht so klar was das mit dem Film zu tun hatte – der Zusammenhang war nicht deutlich. Vielleicht geht der Pfleger am Anfang den Tänzern zuschauen, weil er sich in Erinnerungen an seine schöne Zeit mit dem Mädchen, das in Koma liegt, erinnern will?- wir wissen es nicht genau…

CP & PO

Nov 182013
 

 

Pina Bausch hat mit ihrer Art von Ausdruckstanz etwas in die Welt gesetzt was selbst an der Leinwand begeistert.Die Atmosphäre im Kino war toll und alle, auch wir (die Jüngsten) begeistert.  Man konnte non stop Tanz genießen- wir hoffen, dass noch mehr Menschen Stücke von Pina sehen und durch die vielen Filme einen Weg in ihre Art von Tanz finden.

LE & MM

Nov 182013
 

 

Wir persönlich haben  zum ersten Mal ein Stück von Pina Bausch angesehen. Es war eine tänzerische Darstellung zum Thema ,,Wiesenland” mit moderner Musik unterlegt. Gänsehaut pur!!!!

Die Interpretation des Titels blieb jedem Zuschauer selbst überlassen. Wir haben ein unglaublich großes Spektrum  an Gefühlen, Lebenssituationen und Erinnerungen wahrnehmen können. Bei jedem Tanz haben wir das Thema Liebe gefunden, ergänzt durch die Themen Freude, Spaß und Authorität.  Total krass:  In einem Moment ist man total ergriffen und berührt und schon im nächsten Moment muss man schmunzeln.

Die sehr disharmonisch und eindringliche Musik, war mit den Bewegungsabläufen eins. Sie war mitreißend und spannend. Die tänzerische Darstellungen wirkten wie spontane Umsetzungen in Bewegung. Ein sehr empfehlenswertes Stück mit einer kontinuierlichen Steigerung der Spannung. Ein großes Dankeschön, an das Ensemble für dieses Erlebnis.

A & S

Nov 182013
 

 

Es war ziemlich spannend das Interview bei den „Zeitlinien – Tänzer recorded“ mit Ruth Amarante mitzuhören und mal zu erfahren, was eine Tänzerin der Company über ihre Zeit und ihre Gefühle während einer Aufführung oder über den Entstehungsprozess eines Tanzstückes erzählt. Der kleine Raum war gefüllt mit Zuschauern, die dies alles auch erfahren wollten und gespannt die Luft angehalten haben, um der leisen Stimme von Ruth Amarante zu folgen. Alles in allem waren es 30 Minuten die sich auf jeden Fall gelohnt und einen interessanten Einblick in die Welt hinter den Aufführungen gegeben haben.

JP